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Fassungslos

Während ich diese Zeilen schreibe, sitze ich fassungslos vor dem TV. Krieg! Im Jahre 2022 haben wir Krieg in Europa. Die Diplomatie ist gescheitert! Krachend gescheitert. Drohungen und Sanktionen haben eine Invasion nicht verhindern können. Gleichzeitig werden diese Maßnahmen auch Deutschland treffen.

Am 12.06.2016 war ich mitten unter zahlreichen Ukrainern und Ukrainerinnen. Deutschland spielte bei der EM in Frankreich im ersten Gruppenspiel gegen die Ukraine. Der eher glanzlose 2:0-Erfolg blieb mir jetzt nicht wirklich in Erinnerung, dafür aber die ganz besondere Energie im „Ukraine-Fanblock“. Unglaublich Fußballbegeisterte Menschen, die allesamt freundlich und nett waren. Wer hätte es zu diesem Zeitpunkt für möglich gehalten, dass knapp sechs Jahre später genau diese Menschen jetzt in Angst und Schrecken leben müssen? Einfach eine unvorstellbare Vorstellung.

2016 in Lille

Es bleibt nur zu hoffen, dass dieses Schrecken so schnell wie möglich ein Ende hat. Die Bilder von langen Schlangen an den Tankstellen und überfüllten Straßen wirken völlig unwirklich. Völlig unschuldige Menschen müssen aus ihrer Heimat flüchten. Mitten in Europa. Die Versuche, eine Eskalation zu verhindern, blieben bis jetzt völlig erfolglos. Sanktionen scheinen Putin überhaupt nicht zu interessieren.

Dennoch müssen die europäischen Staaten weiter versuchen, den Frieden so schnell wie möglich wiederherzustellen. Wir können die Ukraine nicht alleine lassen. Auch wenn wir logischerweise von weiteren Sanktionen gegen Russland selbst betroffen sind, darf die Politik nichts unversucht lassen, den Krieg zu beenden. Die Ukrainer und Ukrainerinnen zählen auf uns!

Die Bilder im TV werden immer schlimmer. Nun rollen Panzer über die ukrainische Grenze. 2022. Mitten in Europa. Unvorstellbar.

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